Walhaie - die sanften Riesen der Meere!

Klasse: Knorpelfische (Chonrichthyes)
Ordnung: Ammenhaiartige (Orectolobiformes)
Familie: Walhaie (Rhincodontidae)
Gattung: Raspelzahn (Rhincodon)
Art: Walhai (Rhincodon Typus)

Steckbrief

Der Walhai ist die einzige Art in seiner Familie. Sein lateinischer Name ist Rhincodon typus, wobei uns das erste Wort Aufschluss über die Gattung, das Zweite über die Art (Species) gibt. Rhincodon ist ohne Zweifel der grösste lebende Fisch. Doch dürften die Grössenangaben von 15 - 18 Metern, die in mancher Fischliteratur zu finden sind, übertrieben sein. Der grösste exakt gemessene Walhai war 12,1 Meter lang, Allerdings wurde im Jahre 1925 im Golf von Thailand ein Walhai auf 18 Meter geschätzt. Sein Gewicht kann bis zu 10 Tonnen betragen.

Walhaie besitzen einen auffällig breiten, abgeflachten Kopf und ein stumpfes endständiges Maul mit winzigen Zähnchen. Seitlich am Rumpf und am Schwanz hat erdeutliche Furchen. Einzigartig ist die Körperzeichnung mit dunklen und hellen Flecken und ebenso hellen und dunklen Längs- und Querstreifen. Für die Körpergrösse erscheinen die Augen winzig, ebenso die dicht dahinterliegenden Atemlöcher (Spiracula). Der Walhai hat auf jeder Seite vor den Brustflossen fünf riesige Kiemenspalten. Seine ebenso riesige Schwanzflosse ist asymmetrisch: der obere Schwanzflossenlappen ist deutlich grösser als der untere. Von den zwei jeweils dreieckigen Rückenflossen ist die erste um ein Vielfaches grösser als die zweite. Der zweiten Rückenflosse gegenüber liegt eine etwa gleichgrosse

Die Seitenlinie ist ein Nervenstrang, der an beiden Seiten des Walhaises zu finden ist. Er verläuft vom Kopf bis zum Schwanz. Mit diesem Nervenstrang nimmt der Walhai Veraenderungen des Wasserdrucks wahr. Er kann somit Geschwindigkeit, Grösse und Form eines Objektes, das durchs Wasser schwimmt, genau bestimmen. Die grossen Kiemenschlitze haben zwei Funktionen: zum einen wird Sauerstoff aus dem Salzwasser herausgezogen, zum anderen wird das Plankton, das den Walhai ernaehrt, in ihnen filtriert.

Der Walhai besitzt mehrere tausend Zähne in 11 bis 12 Reihen in seinemMaul, von denen keiner länger als 3 mm ist. Daher auch sein Originalname Rhincodon, was übersetzt Raspelzahn heisst.

Lebensraum und Verbreitung

Walhaie sind in allen Ozeanen gefunden worden, jedoch dringen sie nicht ins Mittelmeer ein. Sie bevorzugen wärmere tropische und subtropische Gewässer (ca. 21 - 26 Grad) Allerdings driften sie mit wärmeren Strömungen schon weiter weg, wie zum Beispiel in der südlichen Hemisphäre an die Küsten Südafrikas und Victoria in Australien oder in den nördlichen Hemisphäre ins Rote Meer (Golf von Aquaba), Japan und dank des Golfstromes an die Ostküste der USA.

Sie sind Hochseebewohner, die sich oft nahe der Oberfläche aufhalten, doch können sie auch häufig in Küstennähe angetroffen werden.
Es ist nicht bekannt wie weit Walhaie wandern. Man ist von der Vermutung abgewichen, sie würden etwa so lange Wege wie vom Indischen Ozean um das Cap Hoorn herum in die Karibik zurücklegen. Vielmehr dürften ihre Wanderungen futterbzogen sein und im jährlichen Rhythmus grossräumig begrenzt dort stattfinden und sich wiederholen, wo nahrungsreiches Tiefenwasser nach oben steigt oder das Massenablaichen von Korallen die Nahrungskette in Bewegung setzt, so zum Beispiel am Ningaloo Reef in Westaustralien zwischen März und Mai. Es sind jedes Jahr um die 200 Walhaie, die sich dort zur Korallenblüte versammeln, um einen wahren Festschmaus abzuhalten.

Ernährung

Nahrung nimmt der Walhai im "Saugpumpenverfahren" auf. Er schluckt dabei aktiv grosse Wassermengen zusammen mit seiner Beute. Bei den Beutetieren handelt es sich um winzige Krebse und die vielen verschiedenen Fischlarven des Zooplanktons, sowie auch um kleinere Fische und Kalmare. Kleinere Fische ist dabei ein relativer Begriff: Schwarmfische bis zur Grösse von Makrelen gehören zum Nahrungsspektrum dieses Filtrieres.

Das geschluckte Wasser presst der Walhai bei geschlossenem Maul durch die Kiemenspalten wieder hinaus, wobei die Beutetiere sowie Plankton am Kiemenkorb hängenbleiben.

Fortplanzung und Walhaibabies

Die Paarung ist nur bei sehr wenigen Haien in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet worden - und beim Walhai überhaupt noch nicht. Trotzdem gilt wie bei allen Knorpelfischen, dass sie sich intern befruchten.
Wie alle Haien hat der männliche Walhai ein Paar Klasper: Zylindrisch geformte, einführbare Organe, die aus modifizierten Bauchflossen gebildet wurden. Während der Kopulation wird ein Klasper in die weibliche Geschlechtsöffnung (Kloake) eingeführt. Bei geschlechtsunreifen Walhaien sind die Klasper kurz und weich, bei erwachsenen Tieren dagegen aufgrund von Kalkablagerungen lang und steif. Waren die Klasper eines Walhais bereits in Gebrauch, sieht man es ihnen deutlich aufgrund von Narben und Schrammen an. Verbunden mit den Klaspern sind zwei muskulöse Säcke, die unter der Magenhaut nach vorne verlaufen. Vor der Kopulation werden sie mit Wasser gefüllt.
Während des Geschlechtsaktes wird dieses Wasser ausgepresst und schwemmt das Sperma in die weiblichen Eileiter.

Bis 1995 nahmen Fischkundler an, dass Walhaie zu den oviparen, das heisst zu den eierlegenden, Haiarten zählen. Erst das Harpunieren eines knapp 8 Meter langen trächtigen Weibchens in den Gewässern bei Taiwan erbrachte den Beweis, dass Walhaie ovovivipar - also lebendgebärend - sind.
Die befruchteten Eier entwickeln sich bis zum Schlüpfen der jungen Walhaie im Körper des Weibchens, ohne dass die Embryonen dabei über eine Nabelschnur mit dem Muttertier verbunden sind.
Das harpunierte Tier enthielt damals etwa 300 Embryonen. Die Walhaie werden also lebend mit einer Länge von ca. 45 cm geboren. Die Walhaidame trägt ca. ein Dutzend Junghaie aus.
Jugendliche Walhaie sind rund um den Globus gefangen worden, aber nur kleine bis zu einem Meter und grössere ab drei metern. Man rätselt noch immer, wo sich die Tiere mit Grössen dazwischen aufhalten. Im Gegensatz zu den Alttieren schwimmen sie in Gruppen.

Forschung

Obwohl er der Grösste ist, weiss man noch immer relaltiv wenig über ihn. Es wird immer noch gerätselt, wie alt er überhaupt wird. Andere Haiarten, die um die 100 Jahre alt werden können, pflanzen sich im Alter von etwa 20 Jahren fort, das heisst nach einem Fünftel ihres Lebens. Man glaubt, dass sich Walhaie erst mit ca. 30 Jahren fortpflanzen können. Wenn 30 Jahre also auch ein Fünftel ihres Lebens ist, werden sie also weit über hundert Jahre, möglicherweise 150 Jahre alt.
Mittlerweile gibt es mehrere Forschungsinstitute, die Walhaie in ihrem natürlichen Lebensraum markieren (sogenanntes Tagging), um so mehr über die sanften Riesen zu erfahren. Das haiforschungsinstitut in Südafrika betreibt das grösste Walhai-Tagging-Programm, allerdings wurden von 160 markierten Walhaien von 1993 bis 1997 nur 12 wiederangetroffen. Dies scheint wenig zu sein, doch muss man auch bedenken, dass von 1828 bis 1986 in der gesamten wissenschaftlichen Literatur nur 320 Walhaisichtungen eltweit gab - das sind magere zwei pro Jahr. Für die Seltenheit des grössten Fisches spricht auch die Tatsache, dass Cousteau in den ersten 20 Jahren auf seiner Calypso nur zwei Walhaibegegnungen hatte.
Auch die inneren Organe des Walhaies sind selten von Fischkundlern studiert worden. Bevor ein gefangener Walhai erst einmal der Wissenschaft zugeführt wurde, war er zumeist schon verwest. Man weiss, dass er eine kleine Kehle hat und nicht in der Lage ist grössere Stücke, als locker in sein Maul passen, zu schlucken. Die Leber kann bis zu einer Tonne wiegen. Das sind 9 % seines Körpergewichts. Man schreibt seinen Leberextrakten eine Anti-Tumor-Wirkung zu. Die Rückenhaut ist dicker und zäher als die irgendeines anderen Tieres weltweit. Die Aussenhaut besteht aus nach hinten gerichteten überlappenden Zähnchen, die 0,5 mm breit und 0,75 Millimeter lang sind.
Das feste Gewebe darunter kann bis zu 14 cm dick sein. Die Haut am Bauch und an der Unterseite ist wesentlich weicher und nur halb so dick.

Die Begleiter der Walhaie

Knochenfische aus verschiedenen Familien sind ständige Begleiter der Walhaie, am häufigsten Makrelen und Schiffshalter.
Der immer auf Futtersuche befindliche Riese garantiert auch für die Mitfahrer ein ausreichendes Futterangebot. Zudem spart es Energie im Windschatten des Walhaies dahinzuschwimmen, ist man Schiffhalter saugt man sich mit der Kopfplatte einfach am Walhai fest oder zuweilen schlüpfen sie in den Spalt des weiblichen Geschlechtsorgans, wenn die Reise zu anstrengend wird. Der Wirt dient darüberhinaus auch noch den Schutz der kleinen Gäste.

Der grösste Begleiter des Walhaies aber ist die Kobia. Die Kobia wird von Tauchern im ersten Moment gerne mit Haien verwechselt, hat man sie aber erst einmal richtig klassifiziert, ist sie ein untrügliches Zeichen dafuer, dass Grossfische in der Nähe sind.

Natürliche Feinde hat der Walhai keine - ausser dem Menschen, der ihn jedoch speziell in Indien, Indonesien und neuerdings auch auf den Phillipinen wegen seines proteinhaltigen Fleisches jagt. Des weiteren verfangen sich natürlich neben allen anderen Hochseebewohnern auch viele Walhaie in den bis zu 50 km langen ausgelegten Schlepp- und Treibnetzen.
Unfriedliche Begegnungen zwischen Walhaien und Tauchern sind keine bekannt. Allerdings kann eine Berührung mit der Schwanzflosse des Walhaies recht schmerzhaft sein, wenn man in deren Bereich kommt und der Walhai gerade eine schnellere Schwimmbewegung vollführt.

 

Whale Shark is the 16th protected animal of Thailand.

 

 

Scuba Diving Adventures provider of

Liveaboard Trip Planner | Scuba Diving Similan Daytrips | Last Minute Offers | PADI Scuba Diving Lesson |
Dive Packages | Diving M/V Amarpon | Thailand Divesites| Scuba Diving Equipment

Scuba Diving Adventures, Khao Lak, Takuapa, Phang Nga 82190, Thailand
- Sitemap English - Sitemap Deutsch - Contact -
email: info@highclass-adventure.com
Tel.: +43 664 494 69 84
All rights reserved. © Weaverbird Media Consulting

Custom Search